Das ENSO-Phänomen

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ENSO-Lexikon

Mega-El Niño

In der Paläoklimatologie (der Erforschung vergangener Klimaverhältnisse) verwenden Wissenschaftler den Begriff „Mega-Niños“, um gewaltige, prähistorische El Niño-Ereignisse zu beschreiben, die sich vor Hunderten oder Tausenden von Jahren ereigneten und die sie durch die Untersuchung alter Korallenriffe, Baumringe und Seesedimente nachverfolgen. Der Ausdruck wurde 1994 von der Archäologin Betty Meggers geprägt.


In der modernen Wetterberichterstattung werden Begriffe wie „Super“ oder „Mega“ informell verwendet, um historisch außergewöhnlich starke Ereignisse zu beschreiben. Demnach ist „Mega-El Niño“ (oft auch Super-El Niño genannt) kein offiziell einheitlich definierter wissenschaftlicher Fachterminus. Meist bezeichnet er einen außergewöhnlich starken bis extremen El Niño, also eine besonders ausgeprägte Erwärmung des tropischen Pazifiks mit weitreichenden globalen Wetterfolgen.

Behörden wie die NOAA sprechen stattdessen von „very strong El Niño“, sobald die Anomalie im Niño-3.4-Bereich ≥ 2 °C erreicht; „Mega“ ist keine formale Kategorie.

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